Forschungsfragen Klima

Toward a New Conception of the Environment-Competitiveness Relationship

Porter, Michael E.; van der Linde, Claas · · Journal of Economic Perspectives 9(4): 97–118 (American Economic Association)

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Bibliographische Details

Quellen-ID
1995-porter-vanderlinde-environment-competitiveness
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Notizen

Foundational paper der "Porter-Hypothese": angemessen gestaltete Umweltregulierung kann Innovation auslösen, die Effizienz-/Wettbewerbsvorteile schafft, welche die Compliance-Kosten teilweise oder ganz kompensieren. Klassiker für die Standortwettbewerbs-/Innovations-Debatte. AEA-Landingpage HTTP 403 = Bot-Filtering → link-health false-negative, content_match_override nötig.

Zentrale Befunde

  • Porter-Hypothese: Gut konzipierte Umweltregulierung (ergebnis-orientiert, planbar, Innovation zulassend) kann Unternehmen zu Innovationen anstoßen, die Ressourcen-/Energie-Effizienz steigern und Wettbewerbsvorteile generieren — diese „Innovation Offsets" können die Kosten der Compliance teilweise oder vollständig ausgleichen („win-win").
  • Statisches vs. dynamisches Bild: Die traditionelle Sicht (Regulierung = reiner Kostenfaktor) beruht auf einem statischen Modell mit fixer Technologie. Dynamisch betrachtet sind Emissionen/ Abfall Zeichen ineffizienter Ressourcennutzung — ihre Reduktion ist potenziell produktivitäts- und damit wettbewerbssteigernd.
  • Regulierungs-Design ist entscheidend: Nicht jede Regulierung wirkt innovationsfördernd. Maßgeblich sind Ergebnis-Standards (statt Technologie-Vorgaben), Marktanreize (Bepreisung, Handel), Planungssicherheit, Phasing und Förderung von FuE — schlecht gestaltete Regulierung erzeugt reine Kosten ohne Innovationsdividende.
  • Empirie-Vorbehalt: Die Hypothese ist seither breit getestet (gemischte, aber teils bestätigende Evidenz für die „schwache" Variante); beim Zitieren ist die nuancierte Folge-Literatur mitzuführen.

Relevanz für den Forschungskatalog

Globaler Tertiär-Anker für WFK-9.3.1 (ökonomische Wettbewerbs- und Innovationsvorteile durch Umstellung auf alternative Energieträger) und WFK-9.3.2 (Positionierung Wiens als Innovation Leader). Liefert das ökonomisch-theoretische Fundament für die These, dass ambitionierte Klima-/Energiepolitik Standort- und Innovationsvorteile generieren kann — sofern das Regulierungs-Design innovationsfördernd ist. Auch relevant für WFK-9.1.1 (Innovationspolitik als Hebel gegen Marktversagen). Grenze: theoretischer Klassiker von 1995, dynamische Effekte sind kontextabhängig; aktuelle Empirie mitzuführen.

Zitierweise

@article{porter-vanderlinde-1995,
  title   = {Toward a New Conception of the Environment-Competitiveness Relationship},
  author  = {Porter, Michael E. and van der Linde, Claas},
  journal = {Journal of Economic Perspectives},
  volume  = {9},
  number  = {4},
  pages   = {97--118},
  year    = {1995},
  doi     = {10.1257/jep.9.4.97},
  url     = {https://doi.org/10.1257/jep.9.4.97}
}

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Quelldatei

sources/1995-porter-vanderlinde-environment-competitiveness.md

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