Reconceiving Environmental Justice: Global Movements and Political Theories
Schlosberg, David · · Environmental Politics, Vol. 13, No. 3
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2004-schlosberg-recognition-environmental-justice
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Notizen
Global-theoretischer Anker für Klimagerechtigkeit + Partizipation. Schlosberg etabliert das trivalente Gerechtigkeits-Modell — Verteilung, Anerkennung (recognition) und Teilhabe/Verfahren (participation/procedural) — und zeigt, dass faire Beteiligung Anerkennung der Identität/Differenz marginalisierter Gruppen voraussetzt. Theoretische Basis für WFK-8.3.3 (proportionale Gewichtung diverser Gruppen) und WFK-8.3.2 (Anerkennung marginalisierter Perspektiven).
Zentrale Befunde
- Trivalentes Gerechtigkeits-Modell: (Klima-)Gerechtigkeit umfasst drei untrennbare Dimensionen — distributive Gerechtigkeit (Verteilung von Lasten/Nutzen), Anerkennung (recognition) und prozedurale Teilhabe (participation).
- Anerkennung als Voraussetzung von Teilhabe: Wer nicht anerkannt wird (Identität, Differenz, Lebenslage), kann nicht gleichberechtigt partizipieren — Misrecognition ist selbst eine Ungerechtigkeit, nicht nur Folge von Fehlverteilung.
- Verbindung Fraser/Young → Umweltbewegung: Schlosberg überträgt die politiktheoretische Anerkennungs-Debatte (Fraser, Young, Honneth) auf reale Umwelt-/Klimagerechtigkeits-Bewegungen.
- Verfahren entscheidet über Verteilung: Wer am Tisch sitzt und wie dessen Differenz gewichtet wird, bestimmt die Verteilungs-Ergebnisse — Prozess und Outcome sind gekoppelt.
- Pluralität statt Einheits-Maßstab: Gerechtigkeit muss die Vielfalt betroffener Gruppen abbilden, nicht eine universelle Gleichbehandlung unterstellen, die Differenz unsichtbar macht.
Relevanz für den Forschungskatalog
Theoretischer Kern für WFK-8.3.3: das Anerkennungs-Konzept begründet, warum diverse/marginalisierte Bevölkerungsgruppen in Klimagerechtigkeits-Verfahren nicht gleich, sondern differenz-sensibel (proportional zu Betroffenheit und Lebenslage) gewichtet werden müssen. Für WFK-8.3.2: liefert das Kriterium „recognition" als Prüfstein, ob Wiener Partizipationsmethoden marginalisierte Perspektiven tatsächlich anerkennen oder nur formal zulassen.
Zitiert in 2 Forschungsfragen
Quelldatei
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