Forschungsfragen Klima

The effects of naturalness, gender, and age on how urban green space is perceived and used

Ode Sang, Åsa; Knez, Igor; Gunnarsson, Bengt; Hedblom, Marcus · · Urban Forestry & Urban Greening, Vol. 18, S. 268–276

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2016-ode-sang-green-space-perception
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Notizen

Empirische schwedische Studie (Göteborg) dazu, wie Naturnähe (naturalness), Geschlecht und Alter Wahrnehmung und Nutzung urbaner Grünräume prägen. Zentraler Befund: Nutzungs- und Präferenzmuster unterscheiden sich systematisch nach Personengruppe — u.a. präferieren Frauen naturnähere Gestaltung, und die Bedeutung von Erholungsaktivitäten wird gruppenspezifisch verschieden gewichtet. Europäischer Kontext, kein Wien-Datensatz; Grundlagenbeleg für gruppen-differenzierte Anforderungen an Aufenthaltsräume.

Zentrale Befunde

  • Wahrnehmung und Nutzung urbaner Grünräume variieren systematisch nach Geschlecht, Alter und der wahrgenommenen Naturnähe des Raums — Präferenzen sind nicht homogen, sondern gruppenspezifisch.
  • Frauen bewerten naturnähere (weniger ornamentale) Gestaltung tendenziell höher und gewichten die Bedeutung von Erholungsaktivitäten anders als Männer; Altersgruppen unterscheiden sich in Nutzungsintensität und präferierten Grünraum-Attributen.
  • Für Planung folgt daraus, dass „ein Raum für alle" die divergierenden Anforderungen verschiedener Personengruppen nicht automatisch erfüllt — differenzierte Gestaltungs- und Ausstattungs-Entscheidungen sind nötig.

Methodik

Fragebogen-/Wahrnehmungsstudie in schwedischem Grünraum-Kontext, die Naturnähe, Geschlecht und Alter als erklärende Variablen für Perzeption und Nutzung modelliert. Querschnitts-Design; keine Wien-spezifischen Daten und keine Längsschnitt-Wirkungsmessung.

Relevanz für den Forschungskatalog

Kernbeleg für WFK-6.1.1a zur Frage, welche Anforderungen verschiedene Personengruppen an bevorzugte Aufenthaltsräume haben: Die Studie belegt empirisch, dass Grünraum-Präferenzen und -Nutzung nach Geschlecht, Alter und Naturnähe differieren — Grundlage dafür, dass Wiener Freiraumgestaltung gruppen-differenziert gedacht werden muss. Ergänzend relevant für WFK-6.1.1b (inklusive, evidenzbasierte Freiraumgestaltung). Der Wien-spezifische Anforderungs-Katalog verschiedener Nutzer:innengruppen ist noch zu erheben.

Zitiert in 3 Forschungsfragen

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