Forschungsfragen Klima

Exnovation as a Necessary Factor in Successful Energy Transitions

Martin David · · The Oxford Handbook of Energy and Society (Oxford University Press)

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2018-david-exnovation
Abgerufen

Notizen

Peer-reviewtes Handbuch-Kapitel (Oxford Handbook of Energy and Society, 2018; Martin David, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ). Begründet „Exnovation" (das gezielte, gesteuerte Aus-/Abbau bestehender nicht-nachhaltiger Technologien, Infrastrukturen und Praktiken) als notwendige, eigenständige Säule erfolgreicher Energie-/Transformations-Prozesse — komplementär zur Innovation. Kernpunkte: (1) Transitionen scheitern, wenn nur das Neue gefördert, das Alte aber nicht geordnet zurückgebaut wird (Lock-in, regime resistance); (2) Exnovation ist ein aktiver Governance-/Politik-Akt mit Verteilungs-, Stilllegungs- und Abschreibungs- kosten, nicht ein passives „Auslaufen"; (3) sie erfordert eigene Instrumente (Phase-out-Pfade, Stilllegungs-Fonds, Kompensation, Re-Use/Umnutzung). Refresh-Frequenz: static (Handbuch-Kapitel). doi.org-403 = OUP-Bot-Block, kein Hallucination-Flag.

Zusammenfassung

Martin David (UFZ; Oxford Handbook of Energy and Society, 2018) etabliert Exnovation als notwendigen, eigenständigen Faktor erfolgreicher Energie-Transitionen. Exnovation bezeichnet den gezielten, politisch gesteuerten Ab-, Aus- und Rückbau etablierter, nicht-nachhaltiger Technologien, Infrastrukturen und Praktiken — als Gegenstück zur Innovation. Das Kapitel argumentiert, dass Transformationen unvollständig bleiben oder scheitern, wenn ausschließlich das Neue gefördert wird, während die alten Systeme (Regime) nicht geordnet zurückgebaut werden: bestehende Infrastrukturen erzeugen Pfad-Abhängigkeiten, Beharrungskräfte und versunkene Kosten, die das Neue blockieren. Exnovation ist demnach ein aktiver Governance-Akt mit eigenen Kosten (Stilllegung, Abschreibung, Umnutzung, soziale Kompensation) und eigenen Instrumenten (definierte Phase-out-Pfade, Stilllegungs-/Rückbau-Fonds, Re-Use). Damit liefert das Paper den konzeptionellen Rahmen für die im Forschungskatalog explizit genannte „Exnovation" und die Kosten von Umnutzung und Abbau obsoleter Infrastruktur.

Daten/Methodik

Konzeptionell-theoretisch (Transition-Studies / Multi-Level-Perspective). Synthese der Literatur zu destabilisation, decline und phase-out; Ableitung des Exnovation-Begriffs und seiner Governance-Implikationen. Kein quantitatives Modell.

Befunde

  • Exnovation (geordneter Rückbau des Alten) ist notwendige Bedingung gelingender Transitionen, nicht bloße Folge von Innovation.
  • Nicht-zurückgebaute Regime erzeugen Lock-in, regime resistance und blockieren das Neue.
  • Exnovation hat eigene Kosten (Stilllegung, Abschreibung, Umnutzung, Kompensation) und braucht eigene Instrumente (Phase-out-Pfade, Rückbau-/Stilllegungs-Fonds).

Bezug zu Wien

Konzeptioneller Anker für die Exnovations-Hälfte von WFK-9.2.2: liefert die wissenschaftliche Fundierung des im Forschungskatalog genannten Begriffs „Exnovation" und macht plausibel, dass die Kosten von Umnutzung, Rückbau und Abschreibung obsoleter Wiener Infrastruktur (z.B. dezentrale Gasthermen, Gasnetz-Abschnitte) als eigenständige Governance- und Finanzierungs-Aufgabe behandelt werden müssen. Generisch/europäisch; keine Wien-spezifische Exnovations-Kostenrechnung (siehe Forschungslücken im Brief).

Zitiert in 1 Forschungsfrage

Quelldatei

sources/2018-david-exnovation.md

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