Forschungsfragen Klima

Creative Natures. Community gardening, social class and city development in Vienna

Exner, Andreas; Schützenberger, Isabelle · · Geoforum (Elsevier), Vol. 92, S. 181–195

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2018-exner-community-gardening-wien
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added_by: claude-opus-4-8@prompts/synthesis.v2.md (Cluster-8-Kampagne #272, Topic 8.2). Wien-Primary-Anker für kleinteilige Gemeinschaftsinitiativen (Garteln ums Eck). Empirische Studie zu Community Gardens in Wien: dokumentiert deren Verbreitung, sozialen Charakter (überwiegend mittelschicht-geprägt) und ihre ambivalente Rolle zwischen zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation und Einbindung in stadtentwicklungspolitische/aufwertende Dynamiken. Kritische Linse für die 8.2.S1-Frage.

Zentrale Befunde

  • Wien-spezifische Empirie: Untersuchung der Community-Gardening-Bewegung in Wien — ihre Ausbreitung im Stadtraum, organisatorischen Formen und Verankerung in der Wiener Stadtentwicklung.
  • Soziale Klasse prägt Teilhabe: Community Gardens sind in Wien überwiegend mittelschicht-geprägt; Zugang, Trägerschaft und Nutzung sind sozial selektiv — die Initiativen erreichen nicht automatisch alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen.
  • Ambivalenz Graswurzel ↔ Governance: Gemeinschaftsgärten changieren zwischen selbstorganisierter zivilgesellschaftlicher Praxis und Einbindung in stadtpolitische Aufwertungs-/Entwicklungs-Agenden („creative city"-Logiken) — sie können sowohl Empowerment als auch Vereinnahmung bedeuten.
  • Mehr als Anbau: Gärten fungieren als soziale Treffpunkte und Orte der Gemeinschaftsbildung und Umwelt-Praxis; ihr Beitrag liegt ebenso im Sozialen/Symbolischen wie im Ökologischen.
  • Stadtentwicklungs-Hebel: Die Verortung und Förderung von Gärten ist Teil städtischer Raum- und Imagepolitik — relevant für die Frage, wie Wien solche Initiativen strategisch unterstützt.

Relevanz für den Forschungskatalog

Wien-Primär-Anker für WFK-8.2.S1 (kleinteilige Gemeinschaftsinitiativen, „Garteln ums Eck"): liefert die einzige genuin Wiener empirische Grundlage zu Community Gardens und benennt zugleich die kritische Bedingung — ihr Beitrag zu Klimabewusstsein und sozialer Resilienz ist real, aber sozial selektiv (mittelschicht-geprägt) und politisch ambivalent. Für die Wiener Klimaresilienz-Strategie heißt das: Gemeinschaftsinitiativen tragen zu Bewusstsein und Zusammenhalt bei, ihre inklusive Reichweite muss aber aktiv hergestellt werden, sonst reproduzieren sie soziale Ungleichheit.

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