Danube Floodplain Lobau
Preiner, Stefan; Weigelhofer, Gabriele; Funk, Andrea; Hohensinner, Severin; Reckendorfer, Walter; Schiemer, Friedrich; Hein, Thomas · · In: Schmutz, S. & Sendzimir, J. (Hrsg.), Riverine Ecosystem Management. Springer, Cham. Open Access
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2018-hein-lobau-danube-floodplain
- Abgerufen
Notizen
Buchkapitel Springer Open Access. Lobau (unterer Teil der Donau-Auen) als Wien-Trinkwasser- Reservoir (bis ~25% der Wiener Bevölkerung in Trockenphasen versorgbar). Hydrologische Defizite dokumentiert (Grundwasser-Absenkung); kontrollierte Wasser-Einleitungen mitigieren. Wien-Lokalitäts-Anker für Gewässer-Komponente WFK-5.1.1. HTTP 200 verifiziert (Springer OA). Sekundär: Connecting Nature Case Study Oppla-Portal verifiziert. Methodischer Anker: Langzeit- Ökohydrologie + Biodiversitäts-Monitoring Lobau-Unterer-Bereich.
Zentrale Befunde
- Lobau als Trinkwasserreservoir: In Trockenphasen kann die Lobau (Grundwasser-Infiltration aus Donau-Seitenarmen) bis zu ca. 25 % der Wiener Wasserversorgung sichern — kritische Funktion bei Extremereignissen.
- Hydrologische Defizite: Grundwasserabsenkung durch verringerten Donau-Seitenarm-Austausch dokumentiert; anthropogene Eingriffe (Regulierung) haben die natürliche Hydrodynamik verändert.
- Kontrollierte Wasser-Einleitungen: Kompensations-Maßnahmen durch kontrollierte Flusswasser-Einleitungen in Seitenarme zeigen partielle Ökosystem-Erholung; thermische Dynamik und Sauerstoffversorgung verbessert.
- Biodiversität trotz Stress: Aquatische + semi-aquatische + terrestrische Habitate; trotz hydrologischer Stresssymptome hohe Biodiversität (Donauauen-NP-Schutzstatus, UNESCO-Erbe).
- Klimawandel-Koppelung: Steigende Donau-Wassertemperaturen + veränderte Abfluss-Saisonalität beeinflussen die hydrologische Funktion der Lobau; Klimamodell-Integration für Wasserdargebot-Szenarien noch unvollständig.
Methodik
- Langzeit-Ökohydrologie-Monitoring (Grundwasserpegel, Temperatur, Chemie, Biota).
- Biologische Inventarisierung aquatischer und terrestrischer Lebensgemeinschaften.
- Hydrodynamische Modellierung der Seitenarme; Vergleich mit Referenzzustand vor Flussbegradigung.
Einschränkungen
- Daten von 2018; neuere klimabedingte Dynamiken (post-Hitzesommer 2019/2022/2023) sind nicht abgedeckt.
- Modellierte Szenarien für künftiges Wasserdargebot fehlen in diesem Buchkapitel (nur aktuelle Situation).
- Räumliche Auflösung der Grundwassermodelle begrenzt für kleinräumige Managemententscheidungen.
Relevanz für Wien
Direkter Wien-Lokalitäts-Anker für WFK-5.1.1 zur Gewässer-Komponente. Die Lobau ist die thermisch und hydrologisch am stärksten exponierte Fließ-/Stillgewässer-Schnittstelle Wiens. Für MA 49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb) und MA 22 (Umweltschutz) ist die Quantifizierung der 25%-Trinkwasser-Funktion ein direkter Planungsanker. Forschungslücke: Lobau-Wasserdargebot-Modellierung unter Klimaszenarien (Grundwasserabsenkung + Klimaszenarien-Triangulation).
Zitiert in 6 Forschungsfragen
- Naturräume und Stadtökologie
- WFK-5.1.1Wie wirken Klimaveränderungen auf den Wasserhaushalt und di…
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Quelldatei
sources/2018-hein-lobau-danube-floodplain.md
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