Evaluating the effects of trenching on growth, physiology and uprooting resistance of two urban tree species over 51-months
Alessio Fini; Piero Frangi; Jacopo Mori; Luigi Sani; Irene Vigevani; Francesco Ferrini · · Urban Forestry & Urban Greening (Elsevier)
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2020-fini-trenching-uprooting-resistance
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Notizen
Peer-reviewed Längsschnitt-Feldstudie (Urban Forestry & Urban Greening, Elsevier, 2020; Univ. Florenz / Fondazione Minoprio). 51-Monats-Beobachtung an zwei häufigen Stadtbaum- Arten (Aesculus hippocastanum, Tilia x europaea) nach Wurzelkappung durch Grabung in zwei Intensitäten (ein bzw. zwei parallele Gräben beidseits des Wurzelanlaufs). Befund: Die Standsicherheit (Ausreiß-/Uprooting-Widerstand) wurde durch die Grabung reduziert und erholte sich in den folgenden 44 Monaten NICHT vollständig — der Uprooting-Widerstand blieb je nach Schadensschwere 20-66 % unter der Kontrolle. Wachstums-/Physiologie- Parameter erholten sich teilweise, die mechanische Stabilität jedoch nicht. Relevanz für WFK-1.1.3a: empirischer Beleg, dass Wurzelkappung durch Grabung im Baumumfeld die Baumstabilität dauerhaft (Jahre) beeinträchtigt — d.h. der Schaden ist langfristig, nicht nur akut. Refresh-Frequenz: static (Paper).
Zusammenfassung
Fini et al. (2020) untersuchten über 51 Monate die Folgen zweier Intensitäten der Wurzelkappung (ein bzw. zwei Gräben beidseits des Wurzelanlaufs) an Aesculus hippocastanum und Tilia x europaea. Gemessen wurden Trieb- und BHD-Zuwachs, Wurzelflächen, Blatt- Gaswechsel/Wasserhaushalt sowie — via Zugversuche und einen theoretischen Uprooting-Index — die Standsicherheit (2 und 44 Monate nach Kappung). Kern-Befund: Der Ausreiß-Widerstand sank durch die Grabung und blieb auch 44 Monate später um 20-66 % unter der Kontrolle (je nach Schadensschwere); eine vollständige Erholung der mechanischen Stabilität trat nicht ein, während sich physiologische Parameter teilweise erholten.
Relevanz für WFK-1.1.3a
Liefert die empirische Antwort auf den ersten Teil der Frage („welche Auswirkungen"): Wurzelkappung im Baumumfeld — wie sie eine offene Erdsonden-/Leitungsgrabung verursacht — reduziert die Baumstabilität messbar und langfristig (≥44 Monate ohne vollständige Erholung), nicht nur kurzfristig. Begründet damit quantitativ, warum offene Grabung im Wurzelbereich zu vermeiden und durch grabenlose/wurzelschonende Bohrverfahren zu ersetzen ist. Grenze: untersucht Graben-/Wurzelkappung generisch (nicht spezifisch Vertikal- Bohrungen für Tiefen-Erdsonden), italienischer Standort, keine Wien-Daten, keine Kronen-Effekte.
Zitiert in 2 Forschungsfragen
- Energieversorgung
- Klimafitte Grün- und Freiräume
Quelldatei
sources/2020-fini-trenching-uprooting-resistance.md
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