Forschungsfragen Klima

IB-Green – Industrial and Business Parks: climate resilient & fit for future (Interreg North-West Europe)

Interreg North-West Europe (IB-Green Project Consortium) · · Interreg North-West Europe Programme (EU-kofinanziert, EFRE)

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2023-ibgreen-industrial-business-parks
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Notizen

EU-Interreg-North-West-Europe-Projekt (2023–2027), das gezielt Industrie- und Gewerbegebiete („Industrial and Business Parks") klimaresilient umbaut — die einzige direkt auf Betriebsgebiete fokussierte Referenz für WFK-6.3.2 (der Reuse-Sweep bestätigte: keine Bestands-Katalogquelle deckt Betriebsgebiete/Business Parks ab). Adressiert die typisch hohe Versiegelung (80–90 %) und Überhitzungsanfälligkeit von Betriebsgebieten mittels blau-grüner Infrastruktur (hitzeresiliente Bäume/Sträucher, biodiverse Grasflächen, unversiegelte Wege, verbessertes Regenwassermanagement), um Hitzestress zu senken und Luftqualität/Arbeitsplatzbedingungen zu verbessern. 7 Pilot-Betriebsgebiete (Leeuwarden/Arnhem NL, Lille FR, Zellik BE, Singen DE, Sandyford IE). State-of-Practice/Trends-Quelle, laufendes Projekt (noch keine abgeschlossene Endevaluierung).

Zentrale Befunde

  • Betriebsgebiete als Klimaanpassungs-Handlungsfeld: Industrie-/Gewerbegebiete sind hoch versiegelt (80–90 %) und überhitzungsanfällig; das Projekt macht ihre klimaresiliente Umgestaltung zum expliziten Ziel — direkte Entsprechung zu WFK-6.3.2.
  • Blau-grüne Maßnahmenpalette: Hitzeresiliente Baum-/Strauchpflanzungen, biodiversitätsreiche Grasflächen, unversiegelte gering gepflegte Wege und verbessertes Regenwasser-/Entwässerungsmanagement senken Hitzestress und verbessern Luftqualität und Arbeitsbedingungen.
  • Multi-Benefit-Argument: Klimaanpassung (Kühlung, Retention) wird mit Aufenthaltsqualität/Gesundheit am Arbeitsplatz und Biodiversität gekoppelt — Synergie-Logik analog zu WFK-6.3.1.
  • Transnationaler Praxis-Transfer: 7 konkrete Pilot-Betriebsgebiete in 6 Ländern liefern übertragbare Umsetzungs- und Governance-Modelle für kommunale/betriebliche Kooperation.

Methodik

  • Interreg-NWE-Kooperationsprojekt (11 Partner, 6 Länder): Pilot-Implementierungen blau-grüner Infrastruktur in Bestands-Betriebsgebieten mit Begleitmonitoring und Transfer-/Leitfaden-Entwicklung.

Einschränkungen

  • Laufendes Projekt (03/2023–02/2027); belastbare quantitative Endergebnisse und Wirksamkeitsnachweise stehen zum Recherchezeitpunkt noch aus — als State-of-Practice-/Trends-Beleg zu lesen, nicht als abgeschlossene Wirkungsstudie.
  • Pilotgebiete in NL/FR/BE/DE/IE/LU (kein AT-Standort); Übertragung auf Wiener Betriebsgebiete erfordert lokale Anpassung.
  • Institutionelle Projektquelle, nicht peer-reviewed.

Relevanz für den Forschungskatalog

Einzige direkt einschlägige Quelle für WFK-6.3.2 (Gestaltungsmöglichkeiten für größere Betriebsgebiete): benennt Problemlage (Hochversiegelung), Maßnahmen (blau-grüne Infrastruktur) und Kooperations-/Governance-Modelle für die klimaresiliente Umgestaltung von Gewerbe-/Industriegebieten. Schließt die vom Reuse-Sweep als „schwächst-gedeckt" markierte Lücke und liefert für Wien den EU-Praxisrahmen, in den lokale Betriebsgebiets-Strategien (Entsiegelung, Retention, Beschattung) eingebettet werden können.

Zitiert in 2 Forschungsfragen

Quelldatei

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