Forschungsfragen Klima

Evaluating the potential of biodiversity offsets to achieve net gain

Souza, Barbara Almeida; Rosa, Josianne Claudia Sales; Campos, Pedro Bueno R.; Sánchez, Luis Enrique · · Conservation Biology, Volume 37, Issue 4, Article e14094

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2023-souza-biodiversity-offsets-net-gain
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Notizen

Globaler methodischer Anker für die Bewertung von biodiversity offsets. Die empirischen Ergebnisse stammen aus einem einzelnen großen Eisenerz-Mining-Projekt im brasilianischen Atlantic Forest; Flächenverhältnisse und Wirkungen sind weder auf Wien noch auf urbane Versiegelung oder Erholungsfunktionen direkt übertragbar.

Zentrale Befunde

  • Die Literaturauswertung ordnet ökologische Gleichwertigkeit, Additionalität und Permanenz als drei Kernkriterien für Planung, Monitoring und Bewertung von biodiversity offsets ein.
  • Im untersuchten brasilianischen Mining-Case betrug das Verhältnis betroffener zu kompensierender Fläche 1:1,8 für Wald und 1:2 für Grasland. Diese Verhältnisse sind deskriptive Resultate des Einzelfalls, keine allgemeingültigen Kompensationsquoten.
  • Ökologische Gleichwertigkeit wurde für Waldflächen, nicht aber für ferruginous rupestrian grasslands oder die Fauna festgestellt. Die Landschaftskonnektivität verbesserte sich gegenüber dem Zustand vor Projektbeginn, weil Restaurierungsflächen im größten und am besten verbundenen Waldpatch lagen.
  • Covenants und Managementmaßnahmen adressierten die Dauerhaftigkeit; finanzielle Garantien für Unterhaltskosten nach Schließung der Mine fehlten. Die Autor:innen leiten daraus den Bedarf an langfristigem Monitoring, adaptive management und dauerhaftem Management-Support ab.

Methodik

Die Studie kombiniert eine Literaturauswertung zu Prinzipien und Bewertungskriterien von biodiversity offsets mit deren Anwendung auf ein großes Eisenerz-Mining-Projekt im brasilianischen Atlantic Forest. Gleichwertigkeit wird über Flächenmengen je Biodiversitätswert sowie Ähnlichkeit von Fauna und Flora geprüft, Additionalität über Landschaftskonnektivität und Permanenz über rechtliche beziehungsweise organisatorische Sicherungen für Schutz und Restaurierung.

Relevanz für den Forschungskatalog

Für WFK-5.2.3b liefert die Studie einen globalen methodischen Prüfrahmen: Kompensation sollte nicht allein über Quadratmeter, sondern zusätzlich über ökologische Gleichwertigkeit, Additionalität und Permanenz bewertet werden. Sie belegt weder eine Wiener Flächenquote noch, dass Ausgleichsflächen Erholungsfunktionen übernehmen können. Auch die berichteten Flächenverhältnisse, Habitatbefunde und Konnektivitätseffekte dürfen nicht aus dem einzelnen brasilianischen Mining-Case auf urbane Versiegelung übertragen werden.

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Quelldatei

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