Forschungsfragen Klima

Mapping Exclusion in the Public Space — Hostile Architecture in Vienna

Wagner, Lena · · Universität Wien, Masterthesis (Soziologie / Stadtforschung)

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2023-univie-mapping-exclusion-public-space-vienna
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Notizen

Empirische Kartierung von Hostile-Architecture-Elementen in 12 Fallstudien über 5 Wiener Bezirke (Innenstadt + Außenbezirke), vier Raumtypen (Park, Platz, Straße, Verkehrsknoten). Mixed-Methods: Mapping + Interviews mit Sozialarbeit + Polizei. Kernergebnis: in 11 von 12 Fällen Hostile-Architecture präsent, am häufigsten als Anti-Liege-Bügel an Sitzbänken, sekundär Spike-Strips und gestaltete Bodenuneinheiten. Wohnungslose Hauptbetroffene. Ergänzt durch internationale Vergleichsstudie Vienna ↔ Helsinki (2024, Researchgate).

Mapping Exclusion in the Public Space (Wagner, 2023, Univie MA)

Zentrale Befunde (relevant zu WFK-6.1.1)

  • Stichprobe: 12 Fallstudien in 5 Wiener Bezirken (1, 6, 10, 15, 22), Raumtypen Park / Platz / Straße / Verkehrsknoten. In 11 von 12 untersuchten Räumen wurden Hostile-Architecture-Elemente kartiert — am häufigsten Anti-Liege-Bügel an Sitzbänken (in jeder Park-Fallstudie präsent).
  • Sekundäre Elemente: Spikes / Pflanzbeete als Sitzbarrieren, Bodenuneinheiten unter Brücken, schräge Sitzflächen, akustische / visuelle Verdrängungs-Designs.
  • Hauptzielgruppe der Verdrängung sind laut Interviews mit Sozialarbeit (neunerhaus, Caritas, FSW) wohnungslose Personen und Suchtkranke; sekundär Jugendliche und ältere Personen, die längere Aufenthalte ohne Konsum nicht mehr durchhalten.
  • Räumliche Verteilung: Hostile-Architecture konzentriert sich an Verkehrsknoten und repräsentativen Plätzen; in peripheren Parks (z.B. 22. Bezirk) seltener, dafür kompensiert durch reduzierte Sitzgelegenheits-Dichte.
  • Vergleichsstudie Vienna ↔ Helsinki (Sandercock & Wagner, 2024) bestätigt: Exklusion entsteht nicht nur baulich, sondern auch durch Bewachung, Reinigungsregime und Nutzungsregeln.

Relevanz für den Forschungskatalog

Empirisch-quantifizierender Wien-Anker für WFK-6.1.1 mit klarem Befund: konsumfreier Raum existiert formal, wird aber baulich aktiv unattraktiv für längeren Aufenthalt gestaltet. Liefert die Anti-These zu rein additiver Maßnahmen-Logik („mehr Bänke, mehr Bäume") — Gestaltungs-Effekte sind nur dann erholsam, wenn Hostile-Architecture aktiv zurückgebaut wird.

Verifikations-Status

grey-literature (peer-reviewte Master-Arbeit, Universität Wien). Methodik: Mixed-Methods, dokumentiert. Lizenz: CC-BY-NC (Repositorium der Universität Wien). Refresh-Frequenz: statisch; Folgepublikation Wien/Helsinki 2024 (Researchgate, peer-reviewed).

Zitiert in 5 Forschungsfragen

Quelldatei

sources/2023-univie-mapping-exclusion-public-space-vienna.md

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