A comparative analysis of policies and strategies supporting district heating expansion and decarbonisation in Denmark, Sweden, the Netherlands and the United Kingdom – Lessons for slow adopters of district heating
Salite, Daniela; Miao, Ying; Turner, Ed · · Environmental Science & Policy (Elsevier)
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2024-salite-eu-district-heating-policy-comparison
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Notizen
Peer-reviewed Vergleichsstudie der Fernwärme-Politik- und Regulierungsrahmen in vier EU/UK-Vorreiter- bzw. Übergangsländern (Dänemark, Schweden, Niederlande, UK) mit explizitem „Lessons for slow adopters"-Frame. Kern: Dänemark/Schweden als regulatorische Reifegrad-Modelle (kommunale Wärmeplanung, Non-Profit-/Cost-Plus-Preisbildung, Anschlusszonen/Connection-Mandate), gegenüber langsamer adoptierenden Märkten mit schwacher Konsumentenschutz-/Preisregulierung. Direkter Anker für die „Welche EU-Modelle"- Achse der Frage. Static (Journal-Artikel).
Zusammenfassung
Die Studie vergleicht die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die den Ausbau und die Dekarbonisierung von Fernwärmesystemen in Dänemark, Schweden, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich tragen, und destilliert daraus übertragbare Lehren für „langsame Adopter". Zentral ist die Erkenntnis, dass die führenden Märkte (Dänemark, Schweden) ihren hohen Fernwärme-Anteil nicht primär technologisch, sondern durch ein stabiles, langfristiges Regulierungs- und Governance-Gefüge erreicht haben: kommunale Wärmeplanung mit Anschluss-/Zonierungsinstrumenten, gemeinwohlorientierte (Non-Profit-/Cost-Plus-) Preisbildung, die Investitionssicherheit für kapitalintensive Netz- und Erzeugungs-Assets schafft, sowie konsistente CO₂-/Energiepreissignale. Die „slow adopters" (u.a. UK, NL) leiden an fragmentierter Governance, fehlenden langfristigen Preisgarantien und schwachem Konsumentenschutz, was private Dekarbonisierungs-Investitionen hemmt. Die Autor:innen betonen, dass Regulierungs-Design (nicht Subvention allein) der entscheidende Hebel für Investitions-Anreize ist.
Daten/Methodik
Qualitativ-komparative Politik-Analyse (Dokumenten-Review nationaler Regulierungsrahmen, Strategien und Sekundärliteratur) über vier Länder; Synthese in übertragbare Politik-Lehren. Geltungsbereich: EU/UK-Fernwärmemärkte unterschiedlichen Reifegrads. Peer-reviewed (Environmental Science & Policy, Elsevier).
Befunde
- Marktführer (DK/SE): kommunale Wärmeplanung + Anschluss-/Zonierungsinstrumente + Non-Profit-/Cost-Plus-Preisbildung → Investitionssicherheit für Dekarbonisierung & Ausbau.
- Regulierungs-Stabilität und langfristige Preissignale, nicht Einzel-Subventionen, sind der primäre Investitions-Anreiz-Hebel.
- „Slow adopters": fragmentierte Governance, schwacher Konsumentenschutz, fehlende Preisgarantien → gehemmte private Dekarbonisierungs-Investitionen.
- Übertragbarkeit ist kontext-bedingt: Instrumente müssen an nationale/lokale Marktstrukturen und Wärmebedarfsdichte angepasst werden.
Bezug zu Wien
EU-Tertiäranker für WFK-1.3.3: liefert die vergleichende Evidenz zu EU-Fernwärme- Regulierungs- und Preisbildungsmodellen (dänisches Non-Profit-/Cost-Plus-Modell, schwedische kommunale Wärmeplanung), gegen die der Wiener Fernwärme-Rahmen (Wien Energie, Großwärmepumpen-Einspeisung) verortet werden kann — insbesondere für die Frage, welche Regulierungs-Mechanismen Investitionssicherheit für Dekarbonisierung schaffen.
Zitiert in 1 Forschungsfrage
Quelldatei
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