A Cochrane systematic review of the effectiveness of organisational travel plans: Improving the evidence base for transport decisions
Macmillan, A. K.; Hosking, J.; Connor, J. L.; Bullen, C.; Ameratunga, S. · · Transport Policy, Vol. 29, S. 249–256
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2013-macmillan-organisational-travel-plans-cochrane
- Abgerufen
Notizen
Aufbereitung eines Cochrane-Reviews zur Wirksamkeit organisatorischer Mobilitätspläne (organisational / workplace travel plans = betriebliches Mobilitätsmanagement). Zentraler Befund: Die belastbare Evidenzbasis ist dünn — wenige kontrollierte Studien; Effekte auf Modal-Split plausibel, aber unsicher. Reine Anreiz-Maßnahmen wirken schwächer als Kombinationen mit Parkraum-/Push-Maßnahmen. Kritik an Evaluationsqualität ist selbst ein zentraler Befund.
Zentrale Befunde
- Der Review wertet die Cochrane-Evidenz zur Wirksamkeit organisatorischer Mobilitätspläne (betriebliches Mobilitätsmanagement) aus. Die Zahl methodisch belastbarer, kontrollierter Studien ist gering — Effekte auf das Verkehrsmittelwahlverhalten der Beschäftigten sind plausibel, aber statistisch unsicher.
- Push-Komponenten (insbesondere Parkraum-Management am Arbeitsort) erscheinen wirksamer als reine Pull-/Anreiz-Maßnahmen allein; Kombinationsstrategien sind erfolgversprechender als Einzelmaßnahmen.
- Die Autor:innen fordern robustere Evaluationsdesigns (kontrollierte Vorher-Nachher-Studien, cluster-randomisierte Ansätze), um Transportentscheidungen evidenzbasiert abzustützen. Die schwache Evaluationslage ist der wichtigste Meta-Befund.
Methodik
Peer-reviewte Aufbereitung und Einordnung eines Cochrane-Systematic-Reviews zu organisatorischen Mobilitätsplänen. Die Arbeit synthetisiert die eingeschlossene Interventionsevidenz und bewertet ihre Qualität; sie erhebt keine eigenen Primärdaten und keine Wien-spezifischen Betriebsdaten.
Relevanz für den Forschungskatalog
Kern-Evidenzbeleg für WFK-4.2.4 (Effekte/Potenziale betrieblicher Mobilität, Evaluation und Sichtbarmachung) und für WFK-4.2.4b (städtische Push-Begleitmaßnahmen). Der Review belegt zweierlei: (1) betriebliches Mobilitätsmanagement kann Modal-Shift bewirken, wirkt aber deutlich stärker in Kombination mit Push-Maßnahmen wie Parkraum-Management — direkt anschlussfähig an die Push-Faktoren-Frage; (2) die Evidenz- und Evaluationslage ist strukturell schwach, was die WFK-Teilfrage nach „evaluieren und sichtbar machen" empirisch begründet. Für Wien folgt daraus, dass BMM-Programme evaluations-fähig aufgesetzt werden müssen.
Zitiert in 2 Forschungsfragen
Quelldatei
sources/2013-macmillan-organisational-travel-plans-cochrane.md
Auf GitLab anzeigen (raw)