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Product services for a resource-efficient and circular economy – a review

Tukker, Arnold · · Journal of Cleaner Production, Vol. 97, S. 76–91

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2015-tukker-product-services-circular-economy
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Notizen

Kanonischer Review zu Product-Service-Systems (PSS) als „as-a-service"-Geschäftsmodelle für Ressourceneffizienz/Kreislaufwirtschaft. Differenziert product-oriented, use-oriented und result-oriented PSS; result-oriented (Funktion statt Produkt verkaufen) hat das höchste Dematerialisierungspotenzial, aber die schwächste reale Marktdurchdringung. Kernbefund: PSS dematerialisieren NICHT automatisch — Rebound, Nutzungs-Intensivierung und fehlende regulatorische Anreize können den Effekt umkehren. ~1.580 Crossref-Zitate (Stand 2026-06). added_by: claude-opus-4-8@prompts/synthesis.v2.md (W3-A4, Cluster-9-Kampagne 2026-06-25).

Tukker (2015) — Product services for a resource-efficient and circular economy

Zentrale Befunde (relevant zu WFK-9.1.4)

  • Drei PSS-Archetypen: Der Review systematisiert „as-a-service"-Modelle (Product-Service- Systems, PSS) in drei Klassen: product-oriented (Produkt + Zusatzdienst, z.B. Wartung), use-oriented (Nutzung statt Eigentum, z.B. Leasing/Sharing) und result-oriented (Verkauf eines Ergebnisses statt eines Produkts, z.B. „Mobilität" statt „Auto"). Mobility- as-a-Service ist ein use-/result-orientierter PSS-Typ.
  • Dematerialisierungspotenzial vs. Realität: Result-oriented PSS haben theoretisch das höchste Ressourceneinspar-Potenzial, weil der Anbieter ein Eigeninteresse an Langlebigkeit und Effizienz hat. In der Praxis sind use-oriented Modelle am verbreitetsten, result-oriented bleiben Nische — die radikalsten Effizienzmodelle setzen sich am wenigsten durch.
  • PSS dematerialisieren NICHT automatisch: Der zentrale Befund ist eine Warnung — ohne passende Rahmenbedingungen können PSS durch Rebound-Effekte, intensivere Nutzung oder Convenience-getriebene Mehr-Nachfrage den Ressourcenverbrauch sogar erhöhen. Der Netto-Effekt ist empirisch nicht garantiert und kontextabhängig.
  • Adoptionsbarrieren: Kapitalbindung beim Anbieter, Eigentums-Präferenzen der Kund:innen, fehlende Bepreisung externer Umweltkosten und regulatorische Hürden bremsen die Diffusion ressourceneffizienter PSS. Daraus folgt der politische Hebel: Incentives + Regulierung, die die ressourceneffizienten Varianten gegenüber dem Produktkauf bevorzugen.

Relevanz für den Forschungskatalog

Wissenschaftlicher Kern-Anker für WFK-9.1.4 (regulative Vorgaben + Incentives für ressourceneffiziente „as-a-service"-Modelle): liefert die peer-reviewte Taxonomie und den kritischen Netto-Effekt-Vorbehalt, der die Frage „welche Regeln/Anreize braucht es?" empirisch fundiert — ressourceneffizient ist ein PSS nur unter Bedingungen, nicht per se.

Zitierweise

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  title   = {Product services for a resource-efficient and circular economy -- a review},
  author  = {Tukker, Arnold},
  journal = {Journal of Cleaner Production},
  volume  = {97},
  pages   = {76--91},
  year    = {2015},
  doi     = {10.1016/j.jclepro.2013.11.049}
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