Forschungsfragen Klima

Workers' health and productivity under occupational heat strain: a systematic review and meta-analysis

Flouris, Andreas D.; Dinas, Petros C.; Ioannou, Leonidas G.; Nybo, Lars; Havenith, George; Kenny, Glen P.; Kjellstrom, Tord · · The Lancet Planetary Health 2(12):e521–e531, Elsevier

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Quellen-ID
2018-flouris-occupational-heat-strain-workers-health
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Notizen

Globale systematische Übersichtsarbeit + Meta-Analyse (PRISMA) zu Gesundheits- und Produktivitätseffekten von occupational heat strain. Aggregiert 111 Studien / >447.000 Beschäftigte. Lancet-Planetary-Health-Tier-1-Quelle. Globaler Anker für WFK-7.2.3 zur Quantifizierung der Gesundheits- und Produktivitäts-Last bei hitze-exponierter Arbeit. Co-Autoren Nybo/Havenith leiten das EU-HEAT-SHIELD- Programm (occupational heat adaptation).

Zentrale Befunde

  • Hohe Krankheitslast bei Hitze-Arbeit: ~35 % der bei occupational heat strain arbeitenden Beschäftigten berichten hitzebedingte Gesundheitsbeschwerden; ~15 % zeigen akute Nierenfunktions-Beeinträchtigung bzw. -Erkrankung — die Gesundheitseffekte gehen über akuten Hitzschlag weit hinaus.
  • Produktivitäts-Einbruch im Hitzefenster: ~30 % der Beschäftigten verlieren während Hitzeperioden Arbeitsproduktivität; pro Hitze-exponierter Schicht treten messbare Leistungs- und Sicherheitseinbußen auf.
  • Vulnerabilitäts-Schwelle: Bereits ab WBGT-Werten oberhalb empfohlener Grenzwerte steigt das Risiko von Hitze-Erschöpfung, Unfällen und chronischer Nierenschädigung — Outdoor- und Schwerarbeit (Bau, Landwirtschaft, Industrie) sind die exponiertesten Gruppen.
  • Adaptation wirksam: Strukturierte Maßnahmen (Hydration, Pausen/Akklimatisierung, Arbeitszeit-Verschiebung, technische Kühlung) reduzieren die dokumentierte Gesundheits- und Produktivitätslast nachweisbar.

Methodik

PRISMA-konforme systematische Suche (mehrere Datenbanken), Meta-Analyse von 111 Studien mit 447.000+ Beschäftigten aus Industrie, Bau, Landwirtschaft und Militär weltweit. Random-effects-Pooling der Prävalenz von Gesundheits- und Produktivitäts-Outcomes unter Hitzeexposition.

Relevanz für den Forschungskatalog

Globaler Quaternär-Anker (§2.2) für WFK-7.2.3. Liefert die robuste, replizierte quantitative Evidenz zur Gesundheits- und Produktivitätslast hitze-exponierter Arbeit (Krankheitslast ~35 %, Nieren-Risiko ~15 %) sowie die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen — Kern für die „welche Maßnahmen schützen Arbeitnehmer*innen"-Teilfrage.

Zitierweise

@article{flouris2018workers,
  title   = {Workers' health and productivity under occupational heat strain: a systematic review and meta-analysis},
  author  = {Flouris, Andreas D. and Dinas, Petros C. and Ioannou, Leonidas G. and Nybo, Lars and Havenith, George and Kenny, Glen P. and Kjellstrom, Tord},
  journal = {The Lancet Planetary Health},
  volume  = {2}, number = {12}, pages = {e521--e531},
  year    = {2018},
  doi     = {10.1016/s2542-5196(18)30237-7}
}

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sources/2018-flouris-occupational-heat-strain-workers-health.md

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