Forschungsfragen Klima

Understanding climate change from a global analysis of city analogues

Bastin, Jean-Francois; Clark, Emily; Elliott, Thomas; Hart, Simon; van den Hoogen, Johan; Zohner, Constantin M.; Crowther, Thomas W. · · PLOS ONE, Vol. 14, Art. e0217592

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2019-bastin-city-climate-analogues
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Notizen

Globale Analyse von „Klima-Analogstädten": Für 520 Großstädte wird das prognostizierte Klima des Jahres 2050 (RCP 4.5) auf die heute existierende Stadt mit dem ähnlichsten Klima abgebildet. ~77 % der Städte werden bis 2050 einem Klima ähneln, das eine andere heutige Stadt bereits hat (im Schnitt ~1000 km äquatorwärts); ~22 % bewegen sich in klimatische Bedingungen ohne heutiges Pendant. Liefert die methodische Grundlage für die in WFK-6.5.1 geforderte Übertragung von Erfahrungen aus Städten mit ähnlichen (künftigen) Klimabedingungen — für Wien wird typischerweise ein deutlich wärmeres/trockeneres Analogklima südöstlicher Städte ausgewiesen.

Zentrale Befunde

  • Analogstadt-Konzept: Das künftige Klima einer Stadt entspricht mit hoher Wahrscheinlichkeit dem heutigen Klima einer bereits existierenden, wärmeren Stadt — diese „Analogstadt" ist eine konkrete Erfahrungsquelle für Anpassung.
  • Ausmaß der Verschiebung: 77 % der 520 untersuchten Städte verschieben sich bis 2050 zu den heutigen Klimabedingungen einer anderen Stadt; 22 % geraten in neuartige (novel) Klimazonen ohne heutiges Vorbild.
  • Wissenstransfer-Rahmen: Das Analog-Mapping macht explizit, von welchen Städten Wien Pflanz-, Pflege- und Sortiments-Erfahrungen übernehmen kann (und wo neuartiges Klima eigenständige Lösungen erfordert).

Methodik

Klima-Analogie-Analyse: Vergleich von 19 bioklimatischen Variablen zwischen prognostizierten 2050-Klimaten (Ensemble globaler Klimamodelle, RCP 4.5) und heutigen Klimaten für 520 Großstädte; Zuordnung jeder Stadt zu ihrer nächstgelegenen heutigen Analogstadt inklusive Quantifizierung nicht-analoger Fälle.

Einschränkungen

  • Analyse auf gesamtstädtischer Klimaebene; innerstädtische Mikroklima-/Standortunterschiede (Hitzeinseln, Versiegelung) sind nicht abgebildet.
  • Ein Klima-Analog überträgt nicht automatisch Boden-, Sortiments- und institutionelle Rahmenbedingungen — die Analogstadt ist Ausgangspunkt, nicht 1:1-Blaupause.

Relevanz für den Forschungskatalog

Direkter Beleg für den zweiten Teil von WFK-6.5.1 (Übertragung von Erfahrungswerten und Empfehlungen aus Städten mit ähnlichen klimatischen Bedingungen): liefert die wissenschaftliche Methode, um Wiens künftiges Klima einer heutigen Analogstadt zuzuordnen und deren erprobtes klimafittes Pflanzsortiment sowie Pflegepraxis als Erfahrungsquelle zu erschließen.

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