Climate change perceptions and their individual-level determinants: A cross-European analysis
Poortinga, Wouter; Whitmarsh, Lorraine; Steg, Linda; Böhm, Gisela; Fisher, Stephen · · Global Environmental Change (Elsevier), Vol. 55, S. 25–35
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2019-poortinga-klimawahrnehmung-europa
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Notizen
added_by: claude-opus-4-8@prompts/synthesis.v2.md (Cluster-8-Kampagne #272, Topic 8.2). EU-Vergleichsanker für die Verteilung von Klima-Einstellungen. Auswertung des European Social Survey Round 8 (2016) über 23 europäische Länder inkl. Österreich. Liefert die individuellen Determinanten (politische Orientierung, Werte, Bildung, Alter, Geschlecht) und die starke Cross-National-Varianz der Klimawahrnehmung — Referenzrahmen für AT-/Wien-Daten.
Zentrale Befunde
- Großflächige EU-Datenbasis: Auswertung des European Social Survey (ESS) Round 8 (2016) über 23 europäische Länder (inkl. Österreich) — eine der robustesten vergleichenden Datenbasen zu Klimawahrnehmung in Europa.
- Breiter Konsens, ungleiche Sorge: Eine große Mehrheit der Europäer:innen hält den Klimawandel für real und (zumindest teilweise) menschengemacht; die Besorgnis und die wahrgenommene persönliche Betroffenheit variieren jedoch stark zwischen Ländern und Personen.
- Werte und Politik dominieren: Auf Individualebene sind politische Orientierung und allgemeine Werthaltungen (Biospheric/Altruistic vs. egoistic) die stärksten Prädiktoren der Klimawahrnehmung — stärker als sozio-demografische Merkmale.
- Schwache demografische Effekte: Bildung, Alter und Geschlecht wirken, aber konsistent schwächer als Werte/Ideologie; Wissen allein erklärt nur einen kleinen Teil der Varianz.
- Mehrebenen-Struktur: Sowohl Individual- als auch Länder-Kontextfaktoren prägen die Wahrnehmung — nationale Diskurse und Politikkontexte verschieben das Einstellungs-Aggregat.
Relevanz für den Forschungskatalog
EU-Vergleichsanker für WFK-8.2.1 (Verteilung klimabezogener Einstellungen): verortet österreichische/Wiener Einstellungsdaten im europäischen Spektrum und zeigt, dass Werte und politische Orientierung die Einstellungsverteilung stärker treiben als formales Wissen. Damit stützt die Studie auch WFK-8.2.2 und WFK-8.2.3: weil Wissen nur ein schwacher Prädiktor ist, kann eine reine Informations-Strategie die Einstellungs- und Verhaltenslücke nicht schließen — wertebasierte Ansprache und Kontextgestaltung sind erforderlich.
Zitiert in 2 Forschungsfragen
Quelldatei
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