Verordnung (EU) 2020/741 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Mai 2020 über Mindestanforderungen an die Wasserwiederverwendung
Europäisches Parlament; Rat der Europäischen Union · · Amtsblatt der Europäischen Union, L 177, 5.6.2020, S. 32–55 / EUR-Lex
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2020-eu-water-reuse-regulation-741
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Notizen
Unmittelbar geltender EU-Rechtsakt (seit 26.6.2023 anwendbar), der EU-weit Mindestanforderungen an aufbereitetes Abwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung festlegt: Wasserqualitätsklassen (A–D), Monitoring-Pflichten, Risikomanagement-Plan (Water Reuse Risk Management Plan) und Zuständigkeiten. Der maßgebliche EU-Rechtsrahmen für die rechtlichen und hygienischen Fragen der Kreislaufführung und Sekundärwasser-Nutzung; für urbane Grünraum-Bewässerung als Referenz-/Analogieрahmen relevant.
Zentrale Befunde
- Qualitätsklassen + Eignung: Die Verordnung definiert Mindestqualitätsklassen (A–D) für aufbereitetes Wasser und koppelt sie an zulässige Bewässerungszwecke und Anbaukulturen — der regulatorische Kern für „welche Sekundärwasserqualität wofür".
- Risikomanagement-Pflicht: Ein verpflichtender Wasserwiederverwendungs-Risikomanagementplan adressiert genau die hygienischen Fragen (Krankheitserreger, Barrieren, Monitoringpunkte), die bei der Kreislaufführung zu klären sind.
- Monitoring + Konformität: Vorgegeben sind Überwachungsparameter, Probenahmehäufigkeit und Konformitätskontrolle — die Basis für rechtssichere Umsetzung und Anforderungen an Aufbereitung/Leitungssysteme.
- Anwendungsbereich: Primär landwirtschaftliche Bewässerung; für kommunale/urbane Grünraumbewässerung dient sie als maßgeblicher Analogie- und Ausgangsrahmen für nationale/lokale Regelungen.
Methodik
Unmittelbar geltender EU-Rechtsakt. Die Quelle definiert verbindliche Mindestanforderungen, Pflichten und Kontrollmechanismen; sie ist keine empirische Wirkungsstudie einzelner Wiederverwendungssysteme.
Relevanz für den Forschungskatalog
Rechtsrahmen-Kernbeleg für WFK-6.8.5 (Kreislaufführung von Trink-/Regenwasser; hygienische, rechtliche und ökonomische Fragen der Sekundärwassernutzung): liefert die EU-weit verbindlichen Qualitätsklassen, Risikomanagement- und Monitoringpflichten, an denen sich Wiener Sekundärwasser-Konzepte auszurichten haben. Ergänzt die technische/akzeptanzbezogene Grauwasser-Review (Oteng-Peprah) und die Regenwassernutzungs-Speicherquelle (Campisano) um die Rechtsdimension.
Zitiert in 1 Forschungsfrage
- Klimafitte Grün- und Freiräume
Quelldatei
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