Forschungsfragen Klima

Who benefits from nature in cities? Social inequalities in access to urban green and blue spaces across Europe (EEA Briefing no. 15/2021)

European Environment Agency (EEA) · · European Environment Agency (EEA), Briefing no. 15/2021

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2022-eea-nature-inequalities-cities
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Notizen

Offizielle EEA-Analyse zu sozialen Ungleichheiten beim Zugang zu urbanen Grün- und Blauräumen in Europa. Zentraler Befund: Grün-/Blauraum-Zugang und die daraus abgeleiteten Gesundheits-Benefits sind sozio- ökonomisch und demografisch ungleich verteilt — sozioökonomisch benachteiligte Quartiere und marginalisierte Gruppen haben systematisch schlechteren Zugang, während sie zugleich am stärksten Hitze und Luftbelastung ausgesetzt sind. EU-weiter institutioneller Referenzrahmen für Verteilungsgerechtigkeit; auf Wien übertragbar, ohne Wien-Einzelfalldaten.

Zentrale Befunde

  • Der Zugang zu urbanen Grün- und Blauräumen ist in europäischen Städten sozioökonomisch und demografisch ungleich verteilt: einkommensschwächere und benachteiligte Quartiere verfügen im Schnitt über weniger und qualitativ schlechteres wohnungsnahes Grün.
  • Diese Ungleichverteilung überlagert sich mit ungleicher Klimabelastung — benachteiligte Bevölkerungsgruppen sind stärker Hitze und Luftschadstoffen ausgesetzt und profitieren zugleich weniger von den kühlenden und gesundheitsfördernden Leistungen von Grün-/Blauräumen (doppelte Benachteiligung).
  • Die EEA benennt gezielte, verteilungsorientierte Grünraum-Politik als notwendige Antwort: Gleichverteilung von Grün ist kein Selbstläufer, sondern eine planerische und politische Gestaltungsaufgabe.

Methodik

Institutioneller EEA-Analyse-Briefing, das europaweite Evidenz und Geodaten zu Grün-/Blauraum-Verteilung und deren sozialer Differenzierung zusammenführt. Kein eigenes empirisches Primärdesign; aggregierte europaweite Betrachtung ohne stadtscharfe Wien-Auswertung.

Relevanz für den Forschungskatalog

Kern-Referenz für WFK-6.2.2 (Mehrfachbenachteiligung + Beitrag der Umgestaltung des öffentlichen Raums zur Kompensation in der heißen Stadt) und WFK-6.2.1 (Verteilungsgerechtigkeit von Frei-/Grünräumen): Der EEA-Briefing liefert den europaweiten institutionellen Nachweis, dass Grünraum-Zugang und Klimabelastung sozial ungleich verteilt sind und dass Kompensation aktive, verteilungsorientierte Politik erfordert. Als EU-Tier-Behördenquelle stützt er die Gerechtigkeits-Argumentation der Wiener Grün-/Freiraum-Strategie; die Wien-spezifische Ungleichverteilungs-Kartierung (Datengrundlagen) bleibt zu erheben.

Zitiert in 1 Forschungsfrage

Quelldatei

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