Forschungsfragen Klima

Analyse klimakontraproduktiver Subventionen in Österreich

Kletzan-Slamanig, Daniela; Köppl, Angela; Sinabell, Franz · · WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung), im Auftrag des BMK

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2022-kletzan-slamanig-climate-counterproductive-subsidies
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Notizen

Maßgebliche AT-Primärstudie zur Quantifizierung klimaschädlicher (klimakontraproduktiver) Subventionen in Österreich. Methodisch: systematisches Screening von Bundes-Förderungen und Steuervergünstigungen mit klimaschädlicher Lenkungswirkung über die Sektoren Verkehr, Wohnbau/ Energie und Landwirtschaft. Kern-Befund: 4,1–5,7 Mrd. EUR/Jahr klimakontraproduktive Bundes- Subventionen; ~61 % entfallen auf den Verkehr (davon rund drei Viertel Straße, ein Viertel Luft-/Schifffahrt). Dokumentiert zudem ein Transparenz-Defizit bei den Bundesländern, die klimaschädliche Subventionen unvollständig erfassen. Endbericht September 2022 (im Auftrag des BMK).

Zentrale Befunde

  • 4,1–5,7 Mrd. EUR/Jahr: Volumen klimakontraproduktiver Bundes-Subventionen in Österreich (Mehrjahres-Durchschnitt) — direkte Förderungen plus Steuervergünstigungen mit klimaschädlicher Lenkungswirkung.
  • Verkehr dominiert (~61 %): Der größte Block (rund 2,5 bis über 4 Mrd. EUR) entfällt auf den Verkehr; davon ca. drei Viertel auf den Straßenverkehr (u.a. Diesel-Steuerbegünstigung, Pendlerpauschale), ca. ein Viertel auf Luft- und Schifffahrt.
  • Weitere Felder: Klimaschädliche Subventionen finden sich neben Verkehr v.a. in Wohnbau- förderung sowie Energie und Landwirtschaft.
  • Transparenz-Defizit der Länder: Die Bundesländer erfassen ihre klimaschädlichen Subventionen nur unvollständig oder gar nicht gesondert — WIFO konstatiert fehlende systematische Auseinandersetzung. Subventionsabbau braucht zuerst belastbare Transparenz.

Relevanz für den Forschungskatalog

AT-Backbone für WFK-9.2.4 (Push-Maßnahmen / Subventionsabbau): liefert die maßgebliche österreichische Quantifizierung klimaschädlicher Subventionen und benennt die reformrelevanten Sektoren (Verkehr, Wohnbau, Energie, Landwirtschaft). Direkt anschlussfähig an die Wien-Ebene, da Wohnbauförderung und kommunale Verkehrs-/Parkraum-Regime in städtischer Zuständigkeit liegen. Das dokumentierte Länder-Transparenz-Defizit ist unmittelbar Wien-relevant (Subnationale Erfassung als Voraussetzung jeder Push-Maßnahme). Grenze: Bundes-Fokus; eine Wien-spezifische Subventions- Inventur fehlt und wird in WFK-9.2.4 als Forschungslücke geführt.

Zitierweise

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sources/2022-kletzan-slamanig-climate-counterproductive-subsidies.md

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