Forschungsfragen Klima

From "right to repair" to "willingness to repair": Exploring consumer's perspective to product lifecycle extension

Nataliia Roskladka; Anicia Jaegler; Giovanni Miragliotta · · Journal of Cleaner Production, Vol. 432, Art. 139705

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Bibliographische Details

Quellen-ID
2023-roskladka-willingness-to-repair-barriers
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Notizen

Peer-reviewed Studie zur Lücke zwischen rechtlichem Recht-auf-Reparatur und tatsächlicher Reparatur-Bereitschaft der Verbraucher:innen. Identifiziert die Verhaltens-Barrieren, die Lenkungsmaßnahmen (Recht/Förderung) erst überwinden müssen, um zu wirken.

Roskladka, Jaegler & Miragliotta (2023) — From Right to Repair to Willingness to Repair

Zentrale Befunde

  • Recht ≠ Verhalten: Ein rechtliches „Recht auf Reparatur" allein erzeugt keine Reparatur — die Studie zeigt eine systematische Lücke zwischen formalem Reparatur-Anspruch und tatsächlicher „willingness to repair". Lenkungsmaßnahmen müssen daher auf die Verhaltens-Barrieren zielen, nicht nur auf die Rechtslage.
  • Barriere-Taxonomie: Die wichtigsten Hürden sind (1) ökonomisch (Reparaturkosten nahe oder über dem Neupreis), (2) informationell (fehlende Kenntnis über Reparierbarkeit, Reparaturorte, Ersatzteilverfügbarkeit), (3) zeitlich/konvenienz-bezogen (Aufwand vs. schneller Neukauf) und (4) wahrgenommene Qualitäts-/Garantie-Risiken nach Reparatur.
  • Hebel für Lenkungsmaßnahmen: Wirksame Politik kombiniert finanzielle Anreize (Senkung der ökonomischen Barriere) mit Informations-Infrastruktur (Reparatur-Plattformen, Transparenz über Reparaturkosten/-orte) — eine Maßnahmen-Dimension allein bleibt unter ihrem Potential.
  • Lebenszyklus-Verlängerung als Ziel: Die Studie rahmt Reparatur explizit als Hebel der Produkt-Lebenszyklus-Verlängerung und damit der Abfallvermeidung an der Quelle — komplementär zu nachgelagerten Recycling-/Verwertungs-Maßnahmen.

Relevanz für den Forschungskatalog

Sekundär-Beleg für WFK-3.4.1 (welche Lenkungsmaßnahmen Anreize zum Reparieren setzen) und WFK-3.4.2 (Förder-Design): liefert die verhaltensökonomische Barriere-Analyse, die erklärt, warum Reparatur-Recht und Reparatur-Förderung gemeinsam wirken müssen und an welchen Stellhebeln (Kosten, Information, Konvenienz) eine Wiener/österreichische Lenkungspolitik ansetzen sollte.

Verifikations-Status

peer-reviewed (Journal of Cleaner Production, Elsevier, DOI-resolvbar). Crossref-trianguliert (ADR-0006 Option a). Ergänzt die Wirkungs-Mechanik aus Molnár & Jaeger-Erben (2025) um die vorgelagerte Barriere-Diagnose.

Zitiert in 2 Forschungsfragen

Quelldatei

sources/2023-roskladka-willingness-to-repair-barriers.md

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