Intersectionality and urban mobility: A systematic review on gender differences in active transport uptake
Yuan, Yue; Masud, Manal; Chan, Herbert; Chan, Wency; Brubacher, Jeffrey R. · · Journal of Transport & Health, Vol. 29, Article 101572
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2023-yuan-intersectionality-gender-active-transport
- Abgerufen
Notizen
Systematischer Review zu Geschlechterunterschieden bei der Nutzung aktiver Mobilität (Zufußgehen, Radfahren) unter Intersektionalitäts-Perspektive. Frauen berichten häufiger sicherheitsbezogene Barrieren und präferieren baulich getrennte Infrastruktur; Sorgearbeit und sozioökonomischer Status modulieren die Effekte. Bündelt internationale Evidenz, kein Wien-spezifischer Datensatz.
Zentrale Befunde
- Der Review synthetisiert internationale Studien zu Geschlechterunterschieden in der aktiven Mobilität und ordnet sie intersektional ein: Geschlecht wirkt nicht isoliert, sondern zusammen mit sozioökonomischem Status, Bildung, Alter und gebauter Umwelt.
- Frauen berichten systematisch stärkere sicherheitsbezogene Barrieren (Verkehrssicherheit, subjektive Sicherheit) und eine deutlich höhere Präferenz für baulich vom Kfz-Verkehr getrennte Rad-Infrastruktur. Care-Arbeit und Wegeketten (Trip-Chaining) erklären einen Teil der geringeren Rad-Anteile.
- Die Autor:innen leiten daraus die Notwendigkeit gender-sensibler Planung ab: Sicherheitswahrnehmung, geschützte Infrastruktur und die geschlechtsspezifische Verteilung von Sorgewegen müssen adressiert werden, um Barrieren gleichberechtigt abzubauen.
Methodik
Systematischer Literaturreview nach PRISMA-Logik über peer-reviewte Studien zur geschlechtsdifferenzierten Aufnahme aktiver Mobilität. Die Arbeit aggregiert Barriere- und Präferenzbefunde; sie erhebt keine eigenen Primärdaten und liefert keine Wien-spezifischen Modal-Split-Werte.
Relevanz für den Forschungskatalog
Evidenz-Anker für WFK-4.2.2 zur Frage nach unterschiedlichen Nutzungsmustern, Barrieren und Erwartungshaltungen verschiedener Gesellschaftsgruppen. Der Review belegt, dass „effizienter, gleichberechtigter und nachhaltiger" gestaltete aktive Mobilität ohne gender- und equity-sensible Infrastruktur- und Angebotsgestaltung nicht erreichbar ist. Für Wien liefert er den analytischen Rahmen, welche Gruppen-Barrieren bei Rad-/Fußverkehrsförderung mitzudenken sind — die Übertragung auf Wiener Sozialräume bleibt eine offene empirische Aufgabe.
Zitiert in 1 Forschungsfrage
Quelldatei
sources/2023-yuan-intersectionality-gender-active-transport.md
Auf GitLab anzeigen (raw)