Forschungsfragen Klima

Social acceptance of climate policies: Insights from Austria

Eckert, Linus; Stagl, Sigrid; Schemel, Benjamin · · Ecological Economics (Elsevier), Vol. 237, Art. 108708

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2025-eckert-klimapolitik-akzeptanz-oesterreich
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added_by: claude-opus-4-8@prompts/synthesis.v2.md (Cluster-8-Kampagne #272, Topic 8.2). AT-Anker für Maßnahmen-Akzeptanz. Bundesweite quota-repräsentative Befragung (N = 1.500 wahlberechtigte AT-Staatsbürger:innen) zu konkreten NEKP-Klimaschutzmaßnahmen. Hohe Zustimmung zu den meisten Maßnahmen; Widerstand konzentriert auf Tempolimit und Verbrenner-Verbot. Disaggregiert Politik in feinere Einzelmaßnahmen als die internationale Literatur.

Zentrale Befunde

  • Quota-repräsentative AT-Befragung: N = 1.500 wahlberechtigte österreichische Staatsbürger:innen; bewertet die soziale Akzeptanz konkreter Klimaschutzmaßnahmen, die als Schlüsselmaßnahmen des Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) diskutiert werden.
  • Hohe Grundakzeptanz: Für die meisten Schlüssel-Klimaschutzmaßnahmen besteht in der österreichischen Bevölkerung ein hohes Zustimmungsniveau — die oft unterstellte breite Ablehnung bestätigt sich nicht.
  • Punktuelle Hotspots des Widerstands: Erhöhte Ablehnung zeigt sich vor allem bei Maßnahmen, die als direkte Einschränkung individueller Mobilität wahrgenommen werden (Tempolimit, Verbot neuer Verbrenner-Pkw).
  • Feinere Politik-Granularität: Die Studie schlüsselt Klimapolitik in ein detaillierteres, nuancierteres Maßnahmen-Spektrum auf, als international üblich — Akzeptanz variiert stark je nach konkretem Instrument, nicht nur nach Politikfeld.
  • Akzeptanz ist instrumenten-spezifisch: Pauschale „Klimapolitik-Zustimmung" verdeckt, dass dieselbe Person einzelne Instrumente sehr unterschiedlich bewertet — relevant für die Sequenzierung und Kommunikation von Maßnahmenpaketen.

Relevanz für den Forschungskatalog

AT-Anker für WFK-8.2.2 (Maßnahmen-Akzeptanz) und WFK-8.2.3 (strukturelle/motivatorische Anreize): zeigt empirisch, dass die Akzeptanz nicht am abstrakten Klimaschutz hängt, sondern am konkreten Instrument und seiner wahrgenommenen Eingriffstiefe. Für Wien heißt das: die Lücke zwischen Bereitschaft und Mit-Tragen von Maßnahmen lässt sich weniger durch generische Awareness als durch instrumenten-spezifische Fairness-, Wirksamkeits- und Kosten-Kommunikation schließen. Liefert auch den Verteilungs-Hintergrund für WFK-8.2.1 (Einstellungen zu klimabezogenen Themen).

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