Advancements and Challenges in Direct Air Capture Technologies: Energy Intensity, Novel Methods, Economics, and Location Strategies
Janusz Kotowicz; Kamil Niesporek; Oliwia Baszczeńska · · Energies (MDPI)
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2025-kotowicz-dac-siting-energy
- Abgerufen
Zusammenfassung
<!-- Kernaussagen der Quelle, ≤ 300 Wörter. -->Aktueller (2025) peer-reviewter Review zu Direct Air Capture mit explizitem Schwerpunkt auf Energieintensität, Ökonomie und — zentral für die Standortfrage — Location Strategies. Die Arbeit analysiert, welche Standortfaktoren die Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz von DAC-Anlagen determinieren: Verfügbarkeit billiger CO₂-armer Energie (insbesondere Niedertemperatur-Wärme bzw. Abwärme), Zugang zu geologischer Speicherung oder Verwertungs-Infrastruktur in der Nähe, klimatische Bedingungen (Temperatur/Feuchte beeinflussen Sorbens-Kinetik) sowie Flächen- und Netz-Verfügbarkeit. Kernbefund: Niedertemperatur-Festsorbens-DAC kann an Abwärmequellen (z.B. Industrie, Müllverbrennung, Fernwärme-Rücklauf) gekoppelt werden, was den größten Kostenanteil (Regenerationswärme) senkt und urbane/industrienahe Standorte attraktiv macht — sofern die Wärme CO₂-arm ist. Die Autoren beziffern Kosten-Bandbreiten und zeigen, dass DAC unter günstigen Standort- und Energiebedingungen Richtung <100–200 USD/t tendieren kann, während ungünstige Standorte ohne billige erneuerbare Wärme unwirtschaftlich bleiben.
Daten/Methodik
<!-- Datengrundlage, Methodik, Scope der Quelle. -->Technologie-/Ökonomie-Review mit Standort-Analyse. Scope: DAC-Verfahren, Energieintensität, Kosten-Bandbreiten, neuartige Methoden (u.a. elektrochemische/Membran-Ansätze) und Standortstrategien inkl. Wärmequellen-Kopplung. Keine eigene Anlagenmessung; synthetisiert Literatur- und Modell-Befunde.
Befunde
<!-- Zentrale Befunde mit Seitenankern (S. NN) wenn möglich. -->- Standortfaktoren: billige CO₂-arme (Ab-)Wärme, Speicher-/Verwertungs-Nähe, Klima (Temperatur/Feuchte), Fläche/Netz.
- Niedertemperatur-Festsorbens-DAC ist an Abwärme (Industrie, Müllverbrennung, Fernwärme) koppelbar → senkt Regenerationswärme-Kosten, macht industrienahe/urbane Standorte attraktiv.
- Kosten <100–200 USD/t nur bei günstigen Standort-/Energiebedingungen erreichbar; ungünstige Standorte ohne billige erneuerbare Wärme bleiben unwirtschaftlich.
- Negative Emissionen setzen dekarbonisierte Antriebsenergie voraus.
Bezug zu Wien
<!-- Relevanz für Wiener Forschungsfragen. Wikilinks zu WFK-IDs: [WFK-x.y.z](/syntheses/WFK-x.y.z). -->Standort-Primäranker für die DAC-Frage (WFK-1.5.3): Liefert die expliziten Standort-Voraussetzungen (Abwärme-Kopplung, Fläche, Energiezugang) und damit das Raster, mit dem der dicht verbaute Wiener Raum bewertet werden kann — Flächenknappheit als Limit, Fernwärme-/Müllverbrennungs-Abwärme (z.B. Spittelau, Simmering) als potenzieller Standort-Hebel. Ergänzend Effizienz-/Kostenbezug zur Abscheidung allgemein (WFK-1.5.1).
Zitiert in 1 Forschungsfrage
Quelldatei
sources/2025-kotowicz-dac-siting-energy.md
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