The Impacts of Environmental Regulations on Competitiveness
Dechezleprêtre, Antoine; Sato, Misato · · Review of Environmental Economics and Policy 11(2): 183–206 (University of Chicago Press / Association of Environmental and Resource Economists)
Bibliographische Details
- Quellen-ID
- 2017-dechezlepretre-sato-environmental-regulation-competitiveness
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Notizen
Maßgeblicher Empirie-Review zur „Competitiveness"-Wirkung von Umweltregulierung — das empirische Gegenstück zur theoretischen Porter-Hypothese. Synthetisiert die ex-post-Evidenz (Handel, Investitionen, Beschäftigung, Produktivität, Carbon Leakage) und findet überwiegend kleine, statistisch oft nicht signifikante Effekte gut gestalteter Klima-/Energie-Regulierung auf aggregierte Wettbewerbsfähigkeit. UChicago-Press-Landingpage HTTP 403 = Bot-Filtering → link-health false-negative, content_match_override nötig (Crossref-Triangulation = Verifikation).
Zentrale Befunde
- Geringe gemessene Wettbewerbs-Effekte: Die empirische Ex-post-Literatur findet überwiegend kleine bis statistisch nicht signifikante Effekte existierender Umwelt-/Klima-Regulierung auf aggregierte Wettbewerbsfähigkeit (Handelsströme, ausländische Direktinvestitionen, Beschäftigung, Produktivität). Die „pollution-haven"- und „Standortverlagerungs"-Befürchtungen werden empirisch weit weniger bestätigt als in der politischen Debatte angenommen.
- Heterogenität nach Sektor und Energieintensität: Effekte konzentrieren sich auf wenige energie-/emissionsintensive Teilsektoren; die breite Wirtschaft zeigt kaum messbare Belastung. Carbon Leakage ist real, aber in der Größenordnung begrenzt und durch Regulierungs-Design (Grandfathering, Border-Adjustment) adressierbar.
- Innovations-Kanal (Porter) teils gestützt: Die Evidenz für die „schwache" Porter-Variante (Regulierung induziert Innovation) ist teils bestätigend, für die „starke" Variante (Innovation kompensiert Kosten vollständig) gemischt und kontext- abhängig vom Regulierungs-Design.
- Methodischer Vorbehalt: Identifikation ist schwierig (Endogenität der Regulierungs-Strenge, Mess-Probleme bei „stringency"); die Autoren betonen, dass Befunde primär für moderate historische Regulierungs-Niveaus gelten und nicht unbesehen auf sehr ambitionierte künftige Netto-Null-Pfade extrapoliert werden dürfen.
Relevanz für den Forschungskatalog
Empirischer Tertiär-Anker für WFK-9.3.1 (ökonomische Wettbewerbs- und Innovations- vorteile durch Umstellung auf alternative Energieträger). Liefert das belastbare ex-post-Gegengewicht zur theoretischen Porter-Hypothese (1995-porter-vanderlinde-environment-competitivenessGlobal): die befürchteten Wettbewerbs-Nachteile ambitionierter Klimapolitik sind empirisch klein, die behaupteten win-win-Vorteile aber ebenso kontextabhängig. Methodische Grenze: Review moderater historischer Regulierungs-Niveaus, keine Wien-/AT-spezifische Evidenz und keine Aussage über sehr ambitionierte Netto-Null-Transformationen (siehe Forschungslücken).
Zitierweise
@article{dechezlepretre-sato-2017, title = {The Impacts of Environmental Regulations on Competitiveness}, author = {Dechezlepr{\^e}tre, Antoine and Sato, Misato}, journal = {Review of Environmental Economics and Policy}, volume = {11}, number = {2}, pages = {183--206}, year = {2017}, doi = {10.1093/reep/rex013}, url = {https://doi.org/10.1093/reep/rex013} }
Zitiert in 2 Forschungsfragen
- Kreislaufwirtschaft
- Märkte und Finanzierung
Quelldatei
sources/2017-dechezlepretre-sato-environmental-regulation-competitiveness.md
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