Forschungsfragen Klima

Is There an Energy Efficiency Gap?

Allcott, Hunt; Greenstone, Michael · · Journal of Economic Perspectives, Vol. 26, No. 1, S. 3–28 (American Economic Association)

PaperGold OAGlobalInhalt verifiziert
Verifikationshinweis (Inhalt):Die inhaltliche Eignung dieser Quelle wurde manuell akzeptiert (Single-Screener-Recherche). Der externe Link kann sich seit der Prüfung verändert haben — sollte er nicht mehr erreichbar sein, empfehlen wir die archivierte Version via Wayback Machine.Beleg: Manuell akzeptiert.

Bibliographische Details

Quellen-ID
2012-allcott-energy-efficiency-gap
Abgerufen

Notizen

added_by: claude-opus-4-8@prompts/synthesis.v2.md (Cluster-9-Kampagne #272 W3, WFK-9.1.5b). Kanonische Referenz zur Energieeffizienzlücke (energy efficiency gap). AEA-JEP Open-Access. Kern: die scheinbar große Lücke (von Ingenieurmodellen wie McKinsey-Cost-Curves überschätzt) ist nach Korrektur für versteckte Kosten, unsichere Annahmen und Markt-/Verhaltensfehler deutlich kleiner als oft behauptet. Trennt 'Investment Inefficiency' (echtes Marktversagen, rechtfertigt Policy) von rationaler Nicht-Adoption.

Zentrale Befunde

  • Die Effizienzlücke ist real, aber kleiner als Ingenieurmodelle suggerieren. Bottom-up-Potenzialschätzungen (z.B. McKinsey-Cost-Curves) überschätzen die wirtschaftlich realisierbare Lücke, weil sie versteckte Kosten (Komfort, Zuverlässigkeit, Installationsaufwand) und Heterogenität der Nutzer:innen ignorieren.
  • Zwei getrennte Erklärungsstränge: (1) Investment Inefficiencies — echte Marktversagen (imperfekte Information, Principal-Agent/Split-Incentive, Kreditrestriktionen) und Verhaltensanomalien (begrenzte Aufmerksamkeit, Gegenwartsverzerrung); (2) scheinbare Lücken, die in Wahrheit rationale Entscheidungen unter unbeobachteten Kosten sind.
  • Policy-Implikation: Nur die durch echtes Marktversagen erklärbare Teil-Lücke rechtfertigt staatliche Eingriffe; Standards und Information wirken zielgenauer, wenn das zugrundeliegende Versagen klar diagnostiziert ist.
  • Evidenz-Forderung: randomisierte/quasi-experimentelle Studien statt simulationsbasierter Potenzialrechnungen, um echte von scheinbarer Lücke zu trennen.

Relevanz für Wien

Globaler/akademischer Backbone-Anker für WFK-9.1.5b (Energieeffizienzlücke) und WFK-9.1.5 (nicht-marktbezogene Diffusionsfaktoren). Liefert den begrifflichen Rahmen, um Wiener Förderpolitik (THEWOSAN, „Raus aus Gas") nicht naiv gegen Ingenieur-Potenziale zu messen, sondern gegen die tatsächlich durch Marktversagen erklärbare Teil-Lücke — entscheidend für MA 23 / MA 50 bei der Frage, wo nichtmonetäre Instrumente überhaupt ansetzen können.

Zitierweise

@article{allcott2012energy,
  title   = {Is There an Energy Efficiency Gap?},
  author  = {Allcott, Hunt and Greenstone, Michael},
  journal = {Journal of Economic Perspectives},
  volume  = {26},
  number  = {1},
  pages   = {3--28},
  year    = {2012},
  doi     = {10.1257/jep.26.1.3},
  url     = {https://doi.org/10.1257/jep.26.1.3}
}

Zitiert in 5 Forschungsfragen

Quelldatei

sources/2012-allcott-energy-efficiency-gap.md

Auf GitLab anzeigen (raw)